Jetzt braucht’s eine Pause … ;)

Die Leser verabschieden sich in ihre Urlaube – und so auch Stefan Karl. Wobei: Die letzte Lesung vor der Sommerpause beim Deisinger war nochmal ein toller Abend – wie üblich keine Lesung im klassisch-eindimensionalen Sinn – sondern ein Abend für alle Sinne.

Angestartet von Blechophon legte das Sommerfest des Wirtschaftsbundes Engerwitzdorf (Mein Danke an Wolfgang Griesmann!) gleich lautstärkemäßig kräfig los. Die leiseren, nachdenklichen Szenen aus 12senkrecht fesselten die rund 60 Anwesenden in eine andere Richtung – Blechophon flocht zwischen den Leseproben immer wieder ein Musikstück ein. Dass im Anschluss daran Hausherr Josef Deisinger vom gleichnamigen Hof abwechselnd seine preisgekrönten Moste und umwerfenden Jausenbrett’ln auf den Tisch brachte, ließ genug Zeit für viele, viele Fragen und Antworten zum Buch …

… und für ein erstes Fernsehinterview als Autor: Team Buntes Fernsehen

 

Nach diesem ersten halben „Lesejahr“ bedanke ich mich bei meinen vielen Lesehosts – angefangen vom Gründling im Jänner, über die Business-Lesung bei der Wolfgang Bayer Beratung, dem BuchPlus, dem Hotel Falkensteiner in Bad Leonfelden, dem Gramastettner Gramophon und nun dem Deisinger-Hof. Neue Lesungen für den Herbst habe ich bereits wieder „in petto“.

Und ich nehme einen Schluck auf mein liebstes Lesungs-Getränk Raureif, das mich immer geschmackvoll, traubig und beerig durch die Lesetexte fließen hat lassen.

Endlich hand-greiflich! 12senkrecht als Taschenbuch

Als eBook ist 12senkrecht bereits seit Dezember 2017 auf dem Online-Markt erhältlich. Nun folgt der nächste Entwicklungsschritt. Denn:

Endlich wird’s nun wahrhaft handgreiflich – seit heute Nachmittag warten 60 druckfrische, papierduftende „12senkrecht-Erstausgaben“ darauf, erlesen zu werden.

Gerne gleich mit Signatur und Nummerierung … wenn gewünscht.

 

Zwölf Senkrecht als eBook

Robert ist ja an und für sich gegen eBooks. Er liest seine geliebten Hardcovers und Taschenbücher. Kaum ein Geruch spricht ihn mehr an als der Duft druckfrischer Seiten, wenn er sie zum ersten Mal durch seine Finger blättert.

Seine Frau Gloria dagegen ist ihrem eBook verfallen. Mit dem für Robert unangenehmen Nebeneffekt, dass er seitdem ihren aktuellen Büchergeschmack immer schlechter einzuschätzen vermag.

Robert würde demzufolge noch warten: auf die bald erscheinende Taschenbuchausgabe. Für alle, die’s eher mit Gloria halten steht seit kurzem die Auswahl offen – alle führenden eBook-Plattformen haben Zwölf Senkrecht im Programm:

 

Thalia / Tolino

Amazon

Rakuten / Kobo

eBook.de

Google Books

Weltbild

Readfy

 

Wo findet ihr das eBook noch? Gebt mir gerne einen Tipp, wenn’s noch wo auftaucht!

1983, Sommer

Ich zwinkere. Für einen kurzen Augenblick bleibt alles still. 

Ich zwinkere nochmals. Ich fliege, lande. Ein dumpfes Geräusch – ein Pfloff fast wie im letzten Asterix-Band während einer Keilerei mit den Römern.

Zuerst ein dumpfer Aufprall, dann ein Knacksen. So wie eines dieser dürren Fichtenästchen, wenn ich darauf trete. Ein zerbrechliches Knacksen. Beinahe wie das Weinglas, das ich letzte Woche beim Abtrocknen etwas zu fest gedrückt hatte. Als ich Mama bei der Abwasch half.

Ein Aufprall, das Knacksen. Jetzt geht das Gewimmere los.

 

Im Halbdunkel liegend blicke ich unter mich. Während der Aufprall eindeutig unterhalb von mir war, bin ich mir beim Knacksen nicht sicher. Was ist zerbrochen. Etwas da gleich unter mir, etwas bei mir? In mir?

Egal. Das Klagen kommt jedenfalls aus zehn, fünfzehn, zwanzig Zentimetern Nähe, tiefer. Es ist unerträglich. Nicht unerträglich laut, nein. Aber unerträglich nah. Unerträglich er.

Ich stemme meine Arme in den Stütz, mühsam. Ich versuche mich mit Schwung zu erheben. Wieder ein Augenblick scheinbar vollkommener Stille. Ein zweiter Moment Ruhe, als ob mein Aufstehen dem Lärm Pause gebietet. Mein Schrei setzt ein. Ich verspüre wilde Schmerzen. Kreische, während sich mein Wimmern mit dem anderen vermischt – dem Jammern, Brüllen, Weinen.

Ich stehe auf meinen zwei Beinen. Nehme meine staubigen Socken, die zerschlissenen Sportschuhe und gehe zum Licht. An Sophie und Florentina vorbei.

»Hallo, Sophie«, sage ich und trete aus dem Halbdunkel unseres Lieblingsbaumes.
Meines Lieblingsbaumes. Meines. Meines.

 

 

Auszug aus: Stefan Karl. „Zwölf Senkrecht.“ iBooks.

Wie fühlt es sich an?

Wie fühlt es sich an, ein Buch zu schreiben? Welche Geschichten beginnt man zu erzählen? Welchen Herausforderungen begegne ich auf dieser Reise durch die Gedankenwelten? Werde ich die Ausdauer aufbringen, um mein Buch Seite um Seite zu entwickeln?

Ein Selbstversuch, der mir wichtig ist. Ein Preisgeben persönlicher Eigenschaften. Ein Balanceakt hinein in die Fiktion.

Das Ergebnis: Zwölf senkrecht.
Das Genre: Spannung.
Der Zeitpunkt: Vermutlich 2018 …

Der Teaser:

1 waagrecht – ’s beschte Eckch? 2 senkrecht – Grautier mit el? Robert ist selbständiger Unternehmer und richtet sein Leben nach seinem eigenen Tempo und Belieben. Erst beschäftigt Robert Larner nur das vertrackte Kreuzworträtsel seiner Sonntagszeitung. Diese fünfundfünfzigste Aufgabe stellt sich quer. Schlimmer noch, der Code des Rätsels legt Robert Zugänge zu seiner eigenen Vergangenheit, die er so gar nicht haben möchte. Robert droht daran zu scheitern – am Denksport und am Leben?