Bad Ischl – my place to read!

Bad Ischl war auch im Dezember nochmals mein „place to read“ im Dezember. Die Lesung im Herz-Reha im Kurort erlebte damit ihre zweite Auflage.

Das leicht veränderte Lesungsprogramm enthielt dieses Mal gleich zwei Szenen aus dem „zweiten Handlungsstrang“ – neben dem Eingangskapitel („ich am Baum“) kam diesmal des erste Treffen mit dem Psychiater („ich und der weiße Mann“) im Programm vor. Auch mir als Autor machen diese kleinen Änderungen im Lesungsprogramm immer wieder „Spaß“, weil sich die Texte damit für mich nicht abnützen. Und das Buch zwei Jahre nach dem Schreiben wieder „neu entdecke“ – nebst einigen Rechtschreibfehlern, die sich bis dato vor meinen ungeübten Lektoren-Augen erfolgreich verstecken konnten. 🙂

12senkrecht vs. Kicker’litzchen

12senkrecht ist das „Eine“ – das erste, das Debüt. Das kennen wir bereits. 🙂

Kicker’litzchen sind etwas ganz anderes, Kicker’litzchen sind der Versuch, mit einem Augenzwinkern Kurzgeschichten aus dem Fußball zu erzählen: aus dem Amateurfußball und dem Profigeschäft, so wie sie mir zugetragen werden, so wie sie mir erscheinen. So wie ich sie erlebe, und andere sie erleben. Kicker’litzchen gibt’s nicht als Buch, sie sind online und „ablesbar“ auf http://www.story.one.

Kicker’litzchen – Gut vorbereitet 1

Viel Spaß!

Stefan Karl und 12senkrecht in Leipzig

Vom 15. bis 18. März 2018 findet in Leipzig die Buchmesse statt. Mein Verlag neobooks ist dort mit einem Stand vertreten. Zwölf Senkrecht ist eines der Bücher, das dort besonders gefeatured wird. Samstag und Sonntag werde ich auf der Buchmesse vorbeischauen. Treffen wir einander dort?

Der Neobooks Messestand ist in Halle 5 D211. Dort wird’s unter anderem auch das Neobooks Messemagazin geben, in dem auch Zwölf Senkrecht kurz vorgestellt wird. Auch Lesezeichen zum Buch liegen am Stand auf.

Natürlich gibt’s gerne eine Widmung für Euer Exemplar. 🙂 Und einen Nachbericht zur Messe wird’s natürlich auch geben!

Robert und Stefan – zwei Berater bleiben im Gespräch

DSC_0013Wir Zwei sitzen gegenüber. Ich halte ein Weinglas in der Hand, schwenke es. Das tiefrote Raureif kreiselt und hinterlässt träge, zähflüssige Schlieren am Glas – ein Zeichen für Qualität. Er blickt mich schweigend an. Meine Gedanken sind irgendwo. Soweit weg, dass ich selbst nicht weiß, woran ich gerade denke.

Er: Du-u, Stefan?
Ich: Hm?
Er: Du-u?
Ich: Ja, Robert. Was gibt’s?
Er: Wie schaut’s eigentlich mit den Absatzzahlen?
Ich: Robert, um das brauchst du dich nicht zu kümmern.
Er: Was heißt, immerhin geht’s in Zwölf Senkrecht um mich.
Ich: Stimmt, aber der Buchverkauf ist trotzdem meine Angelegenheit.
Er:

Ich nehme einen Schluck. Versuche die Geschmackseindrücke voneinander zu trennen.

Er: Stefan?
Ich: Ja, Robert?
Er: Vielleicht brauchst’s ein Absatzkonzept.
Ich: Warum das?
Er: Na, wenn der Verkauf so schleppend läuft – vielleicht musst du da mehr kurbeln.
Ich: Wer sagt, dass das schleppend geht?
Er: Du hast dein Passwort im Apple Schlüsselbund gesichert, ich hab mich bei neobooks eingeloggt und mir die Statistiken angesehen. Wir sind noch dreistellig …
Ich: Robert, für dreistellig muss ich mich verstecken, das ist schließlich mein Erstling.
Er: Du musst bis zu 50.000 Bücher verkaufen, damit sich das für uns ausgeht.
Ich: Muss ich gar nicht. Das ist mein Hobby. Jedes verkaufte Buch ist toll.
Er: Stefan, wenn wir uns zwei, drei Stunden zusammensetzen, können wir ein schönes Konzept zusammenbasteln.
Ich:

Er: Stefan, komm schon. Lass‘ uns was tun, ich will nicht in die Bedeutungslosigkeit zurück.
Ich: Robert, du bist nicht bedeutungslos. Du bist mir wichtig.
Er: Was ist denn deine Vision mit mir, mit dem Buch? Wie könntest du das Ziel denn dann operationalisieren? Was können wir denn tun, um das zu erreichen?
Ich:

Er: Stefan, wir sind doch beide in der Beratung. Du weißt, wie wichtig eine Struktur, ein Konzept, …
Ich: Ein Logical Framework – das hast du von mir.
Er: Die Romanfigur fällt nicht weit vom Stamm.
Ich:
Er:

Wieder ein Schluck. Ich stelle das langstielige Glas zurück auf den Tisch.

Ich: Also, mein Gefühl sagt …

Ich nehme mein schwarzes Notizbuch zur Hand und beginne zu strukturieren.

Die 12senkrecht-Lesungen – eine Übersicht

Nach und nach „füllen“ sich die Monate mit Lesungen – neben dem bald anstehenden After-Work-Abend in Linz, kommen nun auch einige Termine zum „Ins-Land-Einifåan“ – eine Übersicht:

  • 27. Februar, 19 Uhr – Linz, bei der Wolfgang Bayer Beratung GmbH (Stelzhamerstraße 2, 4020)
  • 21. April, 11 Uhr – Gramastetten – BIBLIOGRAM-Öffentl. Bibliothek der Marktgemeinde (Linzerstraße 19, 4201)
  • 24. April, 19 Uhr – Linz, bei BuchPlus (Südtirolerstraße 18, 4020)
  • 23. Mai, 20.30 Uhr – Bad Leonfelden – Hotel Falkensteiner (Wallseerstraße 1, 4190)
  • 09. Oktober, 19 Uhr – Gallneukirchen – Café Kowalski (Hauptstraße 3, 4029)

… weitere Termine stehen in der Schlange … Ich freue mich auch immer über Eure Vorschläge und Einladungen!

After-Work-Lesung und Musik in Linz

Am 27. Feber 2018 setzt’s den zweiten Leseabend zu 12senkrecht, mit Beginn um 19.00 Uhr, in leichter Arbeitsumgebung in der Wolfgang Bayer GmbH. Wiederum Jazz-musikalisch und Tapas-kulinarisch unterstützt, gibt es Leseproben, Texte und Gedanken aus dem Buch.

Das Ganze findet in Linz statt: im extra für diesen Anlass umgebauten Büro der Wolfgang Bayer Beratung (Stelzhamerstraße 2, 4020 Linz) – ein Kooperationspartner meiner zivil- und immer noch hauptberuflichen, kleinenfeinen Unternehmensberatung.

12senkrecht: https://12senkrecht.wordpress.com

… unterstützt von http://www.rau-reif.at …

Lesung und Musik im Katsdorfer Gründling

Am 13. Jänner 2018 gibt’s um 19.30 Uhr die erste Autorenlesung zu 12 senkrecht. Unterstützt von einigen Mitgliedern der Jazz-Band #Schablonski „spielt’s“ einige Leseproben aus dem Buch und dazu gediegene Musik.

Das Ganze findet im Katsdorfer Gründling statt, der l(i)ebenswertesten Keller.Kulinarik überhaupt.

12senkrecht: https://12senkrecht.wordpress.com
Schablonski: https://schablonski.jimdo.com
Gründling: http://www.gründling.at

… unterstützt von http://www.rau-reif.at …

1983, Sommer

Ich zwinkere. Für einen kurzen Augenblick bleibt alles still. 

Ich zwinkere nochmals. Ich fliege, lande. Ein dumpfes Geräusch – ein Pfloff fast wie im letzten Asterix-Band während einer Keilerei mit den Römern.

Zuerst ein dumpfer Aufprall, dann ein Knacksen. So wie eines dieser dürren Fichtenästchen, wenn ich darauf trete. Ein zerbrechliches Knacksen. Beinahe wie das Weinglas, das ich letzte Woche beim Abtrocknen etwas zu fest gedrückt hatte. Als ich Mama bei der Abwasch half.

Ein Aufprall, das Knacksen. Jetzt geht das Gewimmere los.

 

Im Halbdunkel liegend blicke ich unter mich. Während der Aufprall eindeutig unterhalb von mir war, bin ich mir beim Knacksen nicht sicher. Was ist zerbrochen. Etwas da gleich unter mir, etwas bei mir? In mir?

Egal. Das Klagen kommt jedenfalls aus zehn, fünfzehn, zwanzig Zentimetern Nähe, tiefer. Es ist unerträglich. Nicht unerträglich laut, nein. Aber unerträglich nah. Unerträglich er.

Ich stemme meine Arme in den Stütz, mühsam. Ich versuche mich mit Schwung zu erheben. Wieder ein Augenblick scheinbar vollkommener Stille. Ein zweiter Moment Ruhe, als ob mein Aufstehen dem Lärm Pause gebietet. Mein Schrei setzt ein. Ich verspüre wilde Schmerzen. Kreische, während sich mein Wimmern mit dem anderen vermischt – dem Jammern, Brüllen, Weinen.

Ich stehe auf meinen zwei Beinen. Nehme meine staubigen Socken, die zerschlissenen Sportschuhe und gehe zum Licht. An Sophie und Florentina vorbei.

»Hallo, Sophie«, sage ich und trete aus dem Halbdunkel unseres Lieblingsbaumes.
Meines Lieblingsbaumes. Meines. Meines.

 

 

Auszug aus: Stefan Karl. „Zwölf Senkrecht.“ iBooks.