(Ent-)Spannung in Bad Ischl

In der Kaiserstadt Bad Ischl begann die Serie der Herbst-Lesungen aus Zwölf Senkrecht. Rund 15 Gäste gönnten sich nach ihrem intensiven Rehabilitations-Tag in der Reha-Einrichtung der VinzenzGruppe und der SVA noch ein wenig zusätzliche Aufregung und herztreibende Spannung.

Für mich als Autor ist es dabei immer wieder einmal interessant zu beobachten, welche Textzeilen die Zuhörer zum Schmunzeln bringen und bei welchen Leseproben die Entspannung im Auditorium ihr Präfix „Ent-“ verliert und der Spannung weicht.

Dass ein Besuch im Salzkammergut natürlich nicht ohne Kaffeehausbesuch inkl. „Stollen“ abgeht, versteht sich von selbst – ohne Publikum.

Zwölf Senkrecht in der Sommerlektüre 2018

 

Ein „wenig sehr stolz“ macht es mich ja bereits, dass mein Erstlingsroman Zwölf Senkrecht bei
BUCHplus 12senkrecht im Print-Sortiment ist. Dass ich nun aber auch in den Buch-Tipps der „Buchhandlung at-its-best“ gleich neben Bestsellern wie Thomas Baums „Tödliche Fälschung“ (bereits gern gelesen!), Arno Geigers „Unter der Drachenwand“ (leider noch nicht gelesen!) zur Sommerlektüre empfohlen werden, macht mich dann gleich „doppelt stolz“.

Nachfolgend ein „Serviervorschlag“ für die Sommerlektüre von 12senkrecht:

BUCHplus Sommerlektüre 2018 aufschlagen,

Zwölf Senkrecht bereitlegen,

Getränk bereitstellen, um nicht unterbrechen zu müssen,

Loslegen / Loslesen …

Bummvoll im BuchPlus

Ein durch-und-durch gelungener Leseabend war das gestern im Linzer BuchPlus in der Südtirolerstraße. Stefan Karls Leseproben rund um „Roberts Gedanken und Tun“ fanden diesmal ihre musikalische Begleitung bei Bettina Schipp (Linzer Notenladen) auf der Gitarre. Dazu wirkte der heimelig, gemütlich, ruhige Raum des Buchplus wie ein Verstärker für die nachdenklich-spannende Geschichte von Zwölf Senkrecht.

„Wenn ich sehe, dass die Besucher teils die Augen geschlossen halten, um die Stimmung von Buch und Musik aufzunehmen und mit der Hauptperson Robert mitspüren, dann freut mich das – weil ich Menschen eine gute Zeit beschere. Diese Lesungen sind meine Belohnung für Zwölf Senkrecht“.

Die rund zwanzig Zuhörer sprachen nach den vier ausgedehnten Leseproben und den rundherum gruppierten Musikstücken noch über das Buch und die Beweggründe zum Autoren-Werden … Das alles sehr gelungen. Gerne bald wieder!

Nächste Lesung im Mai: am 23.5., 20.30 Uhr. Bad Leonfelden, in der Bar des Hotel Falkensteiner, diesmal mit Klaviermusik. Zum Beispiel nach einem schönen Abendessen zu zweit. 🙂

Nach der Lesung ist vor der Lesung!

Die Lesung am Samstag Vormittag im Gramastettner Bibliogram ist gerade erst vorbei, da steht schon der nächste Termin ins Haus – Dienstag, 24. April im BuchPlus der promente in der Südtiroler Straße um 19:00 Uhr. Vorbeikommen und reinhören!

… und was war in Gramastetten los? Das dortige Bibliogram feierte den Tag des Buches mit einer Veranstaltung, die durch das tolle Wetter gekrönt wurde. Bei sommerlichen Temperaturen draussen gab’s um 10 Uhr meine Kostproben aus Zwölf Senkrecht – im nett-gemütlichen Ambiente der Bibliothek. (Mein Dank auch an Roswitha und die anderen eifrigen Hände für die Möglichkeit und die hervorragende Bucht’l!)

Robert und Stefan – zwei Berater bleiben im Gespräch

DSC_0013Wir Zwei sitzen gegenüber. Ich halte ein Weinglas in der Hand, schwenke es. Das tiefrote Raureif kreiselt und hinterlässt träge, zähflüssige Schlieren am Glas – ein Zeichen für Qualität. Er blickt mich schweigend an. Meine Gedanken sind irgendwo. Soweit weg, dass ich selbst nicht weiß, woran ich gerade denke.

Er: Du-u, Stefan?
Ich: Hm?
Er: Du-u?
Ich: Ja, Robert. Was gibt’s?
Er: Wie schaut’s eigentlich mit den Absatzzahlen?
Ich: Robert, um das brauchst du dich nicht zu kümmern.
Er: Was heißt, immerhin geht’s in Zwölf Senkrecht um mich.
Ich: Stimmt, aber der Buchverkauf ist trotzdem meine Angelegenheit.
Er:

Ich nehme einen Schluck. Versuche die Geschmackseindrücke voneinander zu trennen.

Er: Stefan?
Ich: Ja, Robert?
Er: Vielleicht brauchst’s ein Absatzkonzept.
Ich: Warum das?
Er: Na, wenn der Verkauf so schleppend läuft – vielleicht musst du da mehr kurbeln.
Ich: Wer sagt, dass das schleppend geht?
Er: Du hast dein Passwort im Apple Schlüsselbund gesichert, ich hab mich bei neobooks eingeloggt und mir die Statistiken angesehen. Wir sind noch dreistellig …
Ich: Robert, für dreistellig muss ich mich verstecken, das ist schließlich mein Erstling.
Er: Du musst bis zu 50.000 Bücher verkaufen, damit sich das für uns ausgeht.
Ich: Muss ich gar nicht. Das ist mein Hobby. Jedes verkaufte Buch ist toll.
Er: Stefan, wenn wir uns zwei, drei Stunden zusammensetzen, können wir ein schönes Konzept zusammenbasteln.
Ich:

Er: Stefan, komm schon. Lass‘ uns was tun, ich will nicht in die Bedeutungslosigkeit zurück.
Ich: Robert, du bist nicht bedeutungslos. Du bist mir wichtig.
Er: Was ist denn deine Vision mit mir, mit dem Buch? Wie könntest du das Ziel denn dann operationalisieren? Was können wir denn tun, um das zu erreichen?
Ich:

Er: Stefan, wir sind doch beide in der Beratung. Du weißt, wie wichtig eine Struktur, ein Konzept, …
Ich: Ein Logical Framework – das hast du von mir.
Er: Die Romanfigur fällt nicht weit vom Stamm.
Ich:
Er:

Wieder ein Schluck. Ich stelle das langstielige Glas zurück auf den Tisch.

Ich: Also, mein Gefühl sagt …

Ich nehme mein schwarzes Notizbuch zur Hand und beginne zu strukturieren.